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Eine Rheinreise von Kaub nach Lorch
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Freistaat Flaschenhals - so lautete die offizielle
Bezeichnung für ein kurioses politisches Gebilde,
das sich von 1919 bis 1923 zwischen Kaub und Lorch
am Rhein bis weit ins Hinterland erstreckte. Nach
dem Ersten Weltkrieg hatten die Alliierten das
Gebiet westlich des Rheins besetzt, zusätzlich
zogen die Amerikaner von Koblenz und die Franzosen
von Mainz aus mit dem Zirkel so genannte Brückenköpfe,
die auf die andere Rheinseite reichten.
Da sich diese Zonen aber nicht überlappten,
entstand zwischen den beiden Kreisen ein schmaler
Korridor in Form eines Flaschenhalses - schuld
daran war ein Vermessungsfehler. Der Flaschenhals
wurde als Freistaat im Versailler Vertrag
anerkannt. Um in der isolierten Lage abseits des
freien Reiches überleben zu können, schmuggelten
die Bewohner des Freistaates Waren und Geld über
die Grenze und trieben heimlich Handel mit den
Schiffen auf dem Rhein.
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Dienstags um
21.45 Uhr
im SÜDWEST Fernsehen

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